Dienstag, 7. Februar 2017

Vintage - Motive mittels Foto Transfer Potch

Hallo Ihr Lieben,
heute gibt es wieder ein paar kreative Anregungen aus der immer noch
eisigen und verschneiten Oberlausitz.
Ich bin ganz hin und weg von einem Foto Potch, d.h. einen Foto-Transfer-Mittel,
mit dem man Fotos auf alle möglichen Materialien, z.B Holz übertragen kann.

Das beste gibt es heute mal zuerst.




Ja, das ist Villa Türmchen, vor ca. 100 Jahren. Ich kann es selbst kaum glauben, dass ich endlich ein altes Bild ergattert habe und das eher zufällig. In der Sparkasse gab es eine Ausstellung vom historischen Zittau und dabei tatsählich einige Bilder vom Lutherplatz bzw. der Weinau-Gegend. Die Kinder haben gestaunt, dass es damals hier Straßenbahnen gab und ich, dass unseres Haus tatsächlich mit das erste hier war. Lange hatte ich schon nach so einem Bild gesucht, ohne Erfolg.

Nun musste das Bild irgendwie geeignet präsentiert werden und nun kommt der Foto - Potch ins Spiel. Erfahren hatte ich darüber bei You-tube und Pinterest, aber dass das Zaubermittel wirklich (so gut) funktioniert, davon musste ich mich nun überzeugen.



Ich habe bei Amazon Foto - Potch von hobbyline bestellt und los gings ...



 Man braucht ja wirklich nicht viel. Als Unterlage habe ich mir das alte Backbrett vom Sperrmüll ausgesucht (passendes Alter), das Medium, Pinsel, Lappen.
Achso, nein, so schnell gehts doch nicht. Das Bild muss erst gespiegelt und mit einem Laserdrucker ausgedruckt werden. Das Spiegeln musste ich erst vom Töchterlein lernen.

Aber nun los: Ausdruck und Holzfläche gut mit Transfermittel einstreichen, Bild aufdrücken, mit einem Lappen alle Luftblasen entfernen und nun einige Stunden warten oder Trockenfönen (min. 10min, aber vielleicht das eher bei kleinen Dingen).


Da das so erfreulich gut ging, blieb es natürlich nicht bei einem Transfer, obwohl das Abgefummel vom Papier nach der Übertragungs schon ein bisschen friemelig ist. Das Papier wird dazu durchfeuchtet, am besten mit einem feuchten Lappen und dann abgerieben, bis nur noch das Bild übrig ist. Man muss zum einen aufpassen, dass man nicht das Bild mit abrubbelt, zum anderen muss aber auch das Papier vollständig entfernt werden.

Mein nächstes Objekt war diese alte Kiste.


Hier war ich gerade beim aussuchen einer Farbe und hab mich für grau entschieden. Ich muss ja eigentlich nicht (mehr) alles anstreichen, aber diese hässliche Mischung aus Rosa und Braun musste doch irgendwie verschwinden.
Nach dem  neuen Anstrich habe ich mir Vintage - Motive im Internet ausgesucht, gespiegelt, ausgedruckt und transferiert. Da die alte Kiste keineswegs eben war, gab es ein paar Übertragungslücken, die mich aber in diesem Fall nicht störten, weil ich zu einem netten Vintage - Charakter führten.
Aber seht selbst.






Für den Schreibtisch hab ich noch eine Dose verschönert.



Und für meine ganzen neuen Kettenanhänger ein Schmuckschachtelchen gestaltet.


Apropos Anhänger abschließend folgt nun die Vereinigung zweier neuer Leidenschaften.


Dazu habe ich den Druck auf selbsttrocknendes Fimo aufgebracht.
Man kann den Anhänger auch vorher streichen.
Auf dem folgenden Bild der linke Anhänger ist z.B. grau gestrichen, was man nicht so gut sieht.
Zum Anstreichen verwende ich vor dem Transfer allerdings Acrylfarbe, keine Kreidefarbe, wie sonst, da diese das Einweichen nicht verdrägt. Man könnte höchstens zuvor noch lakieren, aberdann kann man glaub ich auch gleich Acryl nehmen.



So, das waren meine Erfahrungen zum schwarz-weiß-Transfer. Farbe kommt bald.
Draußen fehlt sie ja auch noch.

Ich wünsch euch schöne Tage und wühle mal in Urlausbildern,
Jana


Verlinkt mit Creadienstag

Bemerkung: Ich werbe hier nicht für ein Produkt, sondern möchte nur mitteilen, was ich verwendet habe. Ich habe keinen Vergleich mit anderen Fototransfermedien.