Donnerstag, 19. Januar 2017

Meine Kältestarretherapie





Hallo, Ihr Lieben,

ich muss mich schnell mal melden, sonst denkt ihr,
ich bin eingefroren oder in die Kältestarre gefallen.
Das ist noch nicht ganz der Fall, aber er ist schon hart, dieser Winter.
Er hat ja auch seine guten Seiten; der Weg zum Kindergarten geht per Schlitten schon recht flott
und macht natürlich viel mehr Spaß als das Gelaufe. Und die Welt sieht recht hübsch aus, so  in weiß  gehüllt, wenigstens bevor die Hunde ihre Runde hatten.
Schnee und Kälte machen aber auch wirklich müde und so fällt es mir abends schwer noch einen Post zu schreiben.
Wir sind aber gar nicht so untätig.
Wenn die Kinder gerade nicht durch den Schnee toben oder ihren Pflichten nachkommen, gehen wir zusammen unserer neuen FIMO-Leidenschaft nach.
Ich finde das Kneten wunderbar entspannend. So zu probieren, was aus einer Idee wird oder einfach los zu formen, ohne ganz klaren Plan.
Ich bin relativ begeistert, wie einfach sich hübsche Schmückstücke und Dekoelemente machen lassen.



Einige Kreationen mit farbigem FIMO habe ich im letzten Post schon gezeigt.
Eine preisgünstige Alternative ist selbsttrocknendes FIMO, das es ton- und holzähnlich gibt.

Nach dem Weichkneten habe ich das Material ausgerollt und kurz bevor die erwünschte Dicke erreicht war, ein Stück Spitzenband auf das Material gelegt. Nach nochmaligem Rollen entsteht ein hübsches Muster. Nun habe ich mit einem Glas einen Kreis ausgestochen.
Für den innneren Kreis habe ich eine Stifthülle oder ein kleines Stück Kupferrohr verwendet.



Nun muss man ersteinmal warten, 24h braucht das Material zum Austrocknen und dann ist es auch wirklich ohne Backen hart.
Mit normalem, sehr feinem Schleifpapier können die Ränder noch etwas gesäubert werden. Ein Glas ist ja auch nicht eine optimale Ausstechform.
Nun geht es ans farbige Gestalten. Ich habe die Anhänger mit Acrylfarbe bemalt, schön in die Muster hinein und dann fix wieder allerhand Farbe weggewischt. Dadurch kommt das Muster so schön zur Geltung.


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Es freut mich, auch mal was zu gestalten, was man tragen kann. Nähen ist ja nicht so mein Spezialgebiet. Stricken ? Ja, aber sehr langsam.
Und häkeln? Nur Schneeflocken. So siehts aus mit mir, bin halt eher ein Holzwurm.

Na klar, hab ich nicht nur mich dekoriert!
Ein kleines Glasupcycling ist auch entstanden für meine hübschen Alpenveilchen, die wieder so herrlich am Fenster blühen.


Das geht auch ganz einfach. Aus dem Fimo wird eine lange Wurst geformt, macht auch der Kleine sehr gern, flach gerollt und wieder auch mit Spitzenband zwischen Roller und Knete. Dann wird das Band gerade geschnitten, am Muster entlang, und um das Glas gerollt. Die Enden müssen fest verbunden werden, sonst entsteht dort beim Trocknen eine Öffnung. Das Trocknen erfolgt am Glas und am nächsten Tag bekommt das Ornament Farbe.



Die Vögelchen hier führen uns wieder nach draußen ins Kalte.
Wir haben nämlich für die Vögelchen Kekse gemacht. Das Rezept mit Kokosfett hatte ich aus der Gartenzeitung. Das ganze war ein ganz schönes Rumgepampe. Aber die Vögelchen haben sich gefreut und wir uns, dass wir sie beim Futtern beobachten konnten.






So, das ist ja doch ein längliches Post geworden

Zum Schluss gibt es noch einen hübschen Frühlingsausblick, von meiner Tochter, auch aus selbsttrocknendem FIMO mit Acrylfarbe bemalt.




Liebe Grüsse aus der eisigen Oberlausitz, Jana



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