Dienstag, 29. November 2016

Alte Liebe - neue Technik

Kürzlich, als ich meine Kammer aufgeräumt habe, hab ich einen ganzen Stapel Servietten in die Küche getragen. Serviettentechnik wirst du ja erst einmal nicht machen. Sperrholzfiguren hatte ich letztes Jahr reichlich gesägt, da war mir nicht danach. Überhaupt wollte ich dieses Jahr nicht so viele Weihnachtsdekorationen neu produzieren.
Das war bevor ich meine Pintereststreifzüge begann. Einmal in diese Welt der Inspirationen abgetaucht, ist man hoffnungslos verloren. Ich bin jedenfalls der Ideensammelsucht ordentlich verfallen, habe eine neue Form des zufriedenen Tagesausklanges gefunden, wenngleich es natürlich unzufrieden macht, dass man nur einen winzigen Bruchteil der wundervollen Anregungen jemals umsetzen werden wird können. Auf jeden Fall kamen mir da auch einige schöne Beklebeinspirationen unter, die nannten sich Decoupage und waren nicht deutsch beschrieben.
Welch wohlklingender Name für meine altbekannte Serviettentechnik dachte ich und schon war der Stapel wieder nach oben getragen und ich bin meiner alten Liebe erneut verfallen. Den Antiklook hab ich mir durch experimentieren, nicht durch übersetzen erarbeitet, das liegt mir mehr.

Und nun endlich das Ergebnis.





Nun für euch die Beschreibung zur Anfertigung eines solchen Weihnachtstürschildchen im Nostalgielook:
Man braucht ein altes Brettchen, meins stammt von einer kaputtgegangenen Kiste, hübsche Servietten, (Kreide)Farbe, Tapetenkleister, farblosen Lack, evtl. Lackstift in Gold für eine Beschriftung.

Zuerst wird das Brettchen gesäubert und in der gewünschten Untergrundfarbe gestrichen. Ich verwende meistens Kreidefarbe von Annie Sloan, hier rotbraun.
Nachdem Trocknen wird shabby geschliffen.


Zum Bekleben wird das Brett dünn mit Tapetenkleister (Angerührt nach Vorschrift) bestrichen und mir der obersten Lage der Serviette beklebt. Mit einem Tuch wird glatt gestrichen, so dass es keine Luftblasen mehr gibt.
Nach dem Trocknen habe ich das Brettchen farblos lackiert.


Wenn der Lack trocken ist, am nächsten Tag, darf wieder das Schleifpapier rann. Erst vorsichtig, weil sich die Servietten da unterschiedlich verhalten und nicht zu große Fetzen abgerissen werden sollen.
Durch diesen Schleifvorgang entsteht der Antiklook.

Wenn es nun lose Papierenden gibt, kann nochmal lackiert werden, andernfalls beschriftet oder eben nicht. Meins war ohne Schrift schöner. Ich beherrsch die Kunst der Schönschrift nicht.


Mit diesem Schildchen wurde das weihnachtliche Dekorieren eröffnet, was erst dann endet, wenn alles wieder in die Kisten verschwindet, denn bei einem so großen Haus macht es doch gar nichts, wenn immer wieder etwas dazu kommt. Aber ich habe mir fest vorgenommen, dieses Jahr nichts neues zu kaufen, sondern vorhandenes aufzufrischen, von ein paar Servietten mal abgesehen.

Weils so viel Freude gemacht hat, ist noch ein kleines Wichtelgeschenk entstanden, für einen ganz lieben und ganz fleißigen Menschen. An die Klammer kommen die secret tasks, die nicht vergessen werden dürfen im vorweihnachtlichen Trubel.


Seht ihr, dass der Weihnachtsmann schon die Wunschzettel liest? Sie sind nämlich schon angekommen. Bei uns läuft das so: Vor zwei Wochen hat der Weihnachtsmann beim Papa diesen Briefkasten abgegeben.

Da sollten alle Kinder bis zum ersten Advent ihren Wunschzettel reinstecken. Und am ersten Advent hat der Weihnachtsmann den Briefkasten abgeholt. Leider gerade, als wir beim Weihnachtsmärchen im Theater waren, so dass wir ihn (wieder einmal) nicht zu Gesicht bekamen.

So und zum Schluss zeig ich euch, dass diese Decoupagetechnik nicht nur für Weihnachtsmotive geeignet ist.




 Und auch das ist Decoupagetechnik.






Eine schöne vorweihnachtliche Woche wünscht euch Jana.






Verlinkt mit Creadienstag

Und hier gibt es noch mehr Anregungen für Decoupage.
(Und da kommt man auch zu meinem Pinterest-Board, so lange, bis ich fähig bin,
den kleinen Botton bei mir zu integrieren. Gibt ja jetzt wichtigeres!
Ich muss dem Weihnachtsmann helfen.)

Sonntag, 20. November 2016

Plätzchenbäcker brauchen Platz

... und den sollte es doch geben in unserem grossen Haus.
Die Küche ist ja nicht klein, aber


der Tisch schon, zumindest zum Plätzchen backen.
Das Esszimmer ist auch gross und stylisch.

Aber die Bistrotischchen sind auch nicht zum Plätzchenbacken geeignet, erst recht nicht die Dielen darunter. Wenn es auch zum Essen viel besser geht als von mir befürchtet, Plätzchen backen muss dort wirklich nicht sein.
Im letzten Jahr haben wir das wohl irgendwie in der Küche gemacht. Aber dieses Jahr mit Freundin und der Kleine packt jetzt auch richtig an, da muss ein richtiger Esstisch her. Der steht auf der Veranda und trotz Sonnenschein heute, ist es dort doch zu kalt.
Ja, es ist einfach die logische Konsequenz: der Tisch muss ins warme und der Vorraum wird endlich mal nützlich.

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Weil uns das allen so gut gefallen hat, haben wir dort gleich Mittag gegessen.
Wenig später sah es dann nicht mehr so ordentlich aus.






Und da ich nichts weiter zu tun hatte, als auf die Plätzchen im Ofen aufzupassen (und mit Papa zu plauschen und Kaffee zu trinken) sind sie dieses Jahr auch gar nicht schwarz (von unten).
Unser Rezept ist ganz einfach (600g Mehl, zwei Eier, 500g Butter, 200g Zucker, 2x Vanilienzucker, 1 Becher, saure Sahne). Wichtig ist, dass die Kinder Spass haben.
Und den hatten sie und viel Platz und die Plätzchen schmecken wunderbar und ich wette, keines erlebt den ersten Advent. Aber der Tisch steht ja noch und vielleicht backen wir dieses Jahr so viel wie noch nie.

Eine schöne Woche wünscht euch, Jana


Sonntag, 13. November 2016

Sunday Inspiration: Bunte Maschen

Hallo, ihr Lieben,
wie geht es euch denn so, nach dieser Woche.
Ich würd sie am liebsten streichen.
Neben der grossen Katastrophe, gab es für uns auch Kälte (und Nässe)
und Krankheiten.
So fiel der Martinszug für uns aus.
Schade, der war letztes Jahr wirklich nett, mit Feuer vorm Salzhaus
und Plätzchentausch.
Nun ja, aber sogar Krankheiten haben Vorteile, zumindest,
wenn sie einen oder die Kinderlein nicht völlig ans Bett fesseln:
man kann es sich gemütlich machen und hat viel Zeit für einander
(von der beim Arzt mal abgesehen).
Ja, man kann die Nadeln rausholen und sehen,
was man letztes Jahr an Wolle alles nicht verstrickt hat.


Wie ihr seht, war mir nach bunt.
Das ist nach einer grauen Novemberwoche nicht verwunderlich,
also bunte Maschen gegen den Herbstfrust (Auch wenn viele vom prächtigen Herbst schreiben - meine Zeit ist es einfach nicht.)
Dieses Lochmuster (hab ich mit einer Aldi-Komplettpackung gelernt - super einfach- was anderes kann ich ja (noch) nicht) macht viel Spass und mann kommt wenigstens ein bissl vorwärts.
Die Kinder haben ganz vorsichtig gefragt, was das denn wird. Hörte sich fast so an, als würd es ihnen nicht gefallen. Ist ja gut, sie brauchen auch die Mützen vom letzten Jahr nicht mehr aufsetzten, es gibt genug, die frieren.
Es kam aber für mich noch dicker. Auf meine Aussage, dass es für mich sei,  kam die Antwort (von der 12jährigen): "Mutti, solche Farben kannst du doch nicht mehr tragen".
Hallo! Bin ich 90 und muss täglich grau tragen. Ich trag viel dunkles, aber es muss doch nicht immer sein. Ne dunkle Hose dazu. Na, wenns was wird, stell ichs euch vor, und ihr dürft urteilen (und ich mach dann doch, was ich will).
So, und was habt ihr so anzubieten, gegen das Novembergrau?
Ich wünsch euch auf jeden Fall einen kuscheligen Sonntag und
bleibt schön gesund, eure Jana

Verlinkt mit Sunday Inspiration

Sonntag, 6. November 2016

Fröhlicher Herbstgruss

Hallo, Ihr seid ja noch da, wie schön. Danke.
Ich bin auch noch da.
Und wie Ihr seht, ist alles beim alten..
Wir malen.


Die Kleinen sind wieder von der Kreide zu den Stiften gewechselt.
Sind sie nicht lustig, die Regentropfen vom Jüngsten.
Ich freu mich, dass er jetzt auch malt.
Das war erst gar nicht so sein Ding.
Aber nun haben ihn die grossen Schwestern doch ausreichend inspiriert.
Beim Regenbogen haben sie ihm wohl auch ein bisschen geholfen.
Ja, die Kinder haben auch am Herbst Freude.
Ich nicht so, hatte letztens den ganzen Tag einen nassen Fuss, weil ich früh im Dunkeln eine Pfütze übersehn hatte.
Und mein Malplatz im Keller wird auch langsam ungemütlich.
Ja, ich bin immernoch am streichen. Aktuell ist es die Tür zum Boden.
Die muss nun auch endlich wieder rein (kommt kalt dort raus).

Und da ich mit unserer Türmchenbaustelle noch jede Menge Geduld zeigen werden muss (hat sich irgendwie zum jahresfüllenden Megaobjekt entwickelt) werde ich mich an den alltäglichen wunderschönen Kleinigkeiten meiner Kinder erfreuen.

Ich sende euch ganz liebe Herbstgrüsse, Jana


Den lustigen Herbstgruss senden wir zu Ines und Sunday Inspiration