Sonntag, 28. Februar 2016

Sunday Inspiration: Mädchenteam

Der Frühling kann sich doch noch nicht so richtig zum Durchstarten entschließen.
Kalt war es diese Woche wieder. Die ersten Tage auch nass.
Schön, dass Schneeglöckchen und Krokusse schon kräftig blühen.
So wird es erstmal bleiben.
Derweil bemühen wir uns anderweitig um Farbe.


Wobei ich hier nicht mehr gebraucht wurde. Es reicht, wenn ich die Idee (was auch nicht immer nötig ist) und das Material liefer, ein bisschen lobe und hier und da noch mal helfe oder ein Tipp gebe. Die flinken zarten Fingerchen schaffen schon recht anspruchsvolle Basteleien. Da kann Muttern ruhig derweil bügeln. Aus dem Fenster kann ich dagegen das Jungs-Team beim Streethockey beobachten.
Auch sehr hübsch anzusehen, die beiden haben zehn Jahre Unterschied. Süß, wie der Kleine dem Großen nacheifert.
Das sind so schöne Nachmittage, wenn auch meist viel zu kurz, dann folgt schon das abendliche Routineprogramm. Aber es sind Momente des gemeinsamen Zusammenseins, jeden Tag ein bisschen, das ist wichtig.
Das kleine bunte Häschen ist nun unsere erste Osterdekoration. Wir haben gar keine Eile, das Machen ist genauso schön, wie das Ansehen.
Vielleicht seid ihr heut auch am Basteln.
Auf jeden Fall wünsch ich euch einen schönen Sonntag, eure Jana

Verlinkt mit Sunday Inspiration
und Sonntagsfreude

Donnerstag, 25. Februar 2016

Neues Bad aus alten Dingen

Immer, wenn man nicht selbst bauen lässt, sondern ein Haus übernimmt, da muss es noch nicht einmal so alt sein wie unsres, denkt man über die übernommenen Gegebenheiten nach. Es kann sein, man freut sich über die schon geschaffenen Dinge, manchmal ärgert man sich auch über das was gemacht wurde, oft ist es eine Mischung.
Als wir Villa Türmchen vor 29 Monaten übernahmen, hatten wir den großen Vorteil, das Dach, Traufe, Fassade, wie man so schön sagt, schon erneuert waren, d.h. das Haus war von außen schon ansehnlich, dass war zehn Jahre zuvor nicht der Fall.
Und obwohl das Haus innen bei weitem noch nicht schön war, waren einige Dinge angefangen und es gab bereits ein Bad. Das ermöglichte es uns, schon einen Monat nach Übernahme, nachdem wenigstens im zweiten Geschoss Heizung gelegt, war einzuziehen. Wir waren bereit in ein Haus ohne Küche zu ziehen, aber nicht in ein Haus ohne Bad.
Das muss man sich immer wieder vor Augen führen, wenn man kritisiert, dass die vorhandenen Bodenfliesen nicht schön und schlecht gelegt sind, man überhaupt nicht nicht so viel gefliest hätte,
statt großer Dusche lieber Wanne hätte usw. Nein, wir waren sehr dankbar, dass wir uns den Baudreck und Schleifstaub abwaschen konnten. Wir fanden es auch klasse, eine eigene Saune zu haben, nutzen sie aber noch immer kaum. Mit den vorhandenen Baumarkt-Badmöbeln wurde das Bad eingeräumt und ausgiebig genutzt. Zu den übernommenen zahlreichen Dingen gehörte auf den Boden eine freistehende Badewanne, die genau in die großzügige Dusche passte, ausgiebig geschrubbt - perfekt. Das Wasser kühlt so relativ schnell aus, aber schlafen soll man ja auch im Bett.
Das ging so lange, bis ich im letzten Frühjahr diese Kommode ergatterte und ihr nach Reparatur ein grundlegend neues Äußeres gab und sie ihren Platz im Bad fand. Noch immer ist dies mein Lieblingsstück: sehr günstig erstanden, gut erhalten und so praktisch - ein Raumwunder.


Ja, das war der Anfang und das Ziel war seitdem, den gesamten Raum mit alten Möbeln und Gegenständen einzurichten. Vor allem brauchten wir, nein brauchte ich, einen passenden Spiegel.
So sollte das nicht bleiben.


Das ging ja noch zwischen den langen Badschränken, aber so ja wohl nicht.
Nun gut, aber ovale Spiegel oder Bilderrahmen sieht man nie dann, wenn man sie braucht und so dauerte es bis Dezember bis ich dieses Stück beim Trödelhändler bekam.


Da war mir die Freude ins Gesicht geschrieben und der "Muss-ich-haben"-Blick erschwerte meinem lieben Mann das in unserer Trödelhalle übliche Handeln deutlich. Ich hab mir sagen lassen, wenn ich bereits mit dem Teil unterm Arm durch die Halle schreite, als wär der Kauf völlig preisunabhängig, ist das Handeln nur noch pro forma. Ach, das werd ich nie können, wenn ich endlich den gesuchten Artikel finde, ganz cool bleiben, als bräuchte man das ja gar nicht unbedingt, aber bei einem günstigen Preis, ... . Noch schlimmer war das beim Waschtisch. Endlich ein passender Schrank, aber viel zu teuer für das alte, kaputte Teil. Da sind wir echt wieder gegangen. Zwei !! Monate später haben wir den Schrank für unseren Preisvorschlag bekommen. Was für ein Risiko! Ach quatscht, wer sollte den denn sonst kaufen. Stimmt bestimmt, aber ich hab in den Waschtisch nicht nur Arbeit, sondern auch Nerven gesteckt, aber Geld gespart natürlich !?
Jetzt aber zurück zum Spiegel, über den ich mich jeden Tag freue und zwar nicht, weil ich darin so schön bin, sondern weil er so schön geworden ist.



Schon ihn zu streichen war eine große  Freude. Nach dem Anschleifen, hab ich ihn zweimal auf Lücke gestrichen oder schlampig, wie man auch sagt, also nicht vollständig/flächig. Danach fein schleifen, wachsen fertig - leichte Arbeit.




In der Zwischenzeit hatten wir noch einige kleinere Dinge beim Trödler und auf dem Spermüll (noch günstiger !) ergattert, die nun noch dekoriert wurden: Holztruhe, Schubkästen, Holzleiter u.a.







Mein Rosenbad ist nun fertig. Danke, mein lieber Schatz, ich weiss, ich war mal wieder recht anspruchsvoll, hier noch was und da noch was. Aber jetzt bin ich sehr zufrieden. Das ist mein neuer Lieblingsraum, wenigstens bis es auf der Veranda wieder schön ist.
Und jetzt benutze ich auch die Rosenseife vom Seifenwerk und Perlerei was für ein Duft, vielen Dank nochmals.


So und wenn der Frühling noch auf sich warten lässt, mach ichs mir weiter hier gemütlich.
Ganz lieb Grüße, Jana

Verlinkt mit RUMS und Deko-Donnerstag 

Wer mehr wissen möchte:
Upcycling alte Schubladen mit Serviettentechnik
Waschtisch
Kommode

Sonntag, 21. Februar 2016

Sunday Inspiration: Lieblingsorte

Hallo, ihr Lieben, zunächst möchte ich euch von Herzen danken für eure vielen lieben Kommentare zum Türenpost und eure so kreativen Tipps für meine Haustürdeko. Ich hätte nie gedacht, dass dieser Post so viel Resonanz bekommt. Nun habe ich ganz viele Anregungen und eine Aufgabe. Im Moment schwirrt mir ein bissl der Kopf von den vielen tollen Ideen. Aber, wenn das Wetter besser ist gehts los, mit Materialien sammeln und ausprobieren. Bestimmt kann ich zum März etwas vorzeigen.

Als Dankeschön gibt es keine Blumen, sondern ein Bild zum Träumen.


Diese kleine Kirche oder Kapelle steht oberhalb von Mijas, am Berghang.
Wir haben im Urlaub prunkvolle Gebäude in der Altstadt von Málaga gesehen, die prächtige Kathedrale der Stadt bewundert, die hübschen Stadthäuschen von Nerja betrachtet, die weißen Gässchen von Mijas bestaunt.
Aber dies war mein Lieblingsort, ruhig und ablegen, aber mit atemberaubender Aussicht über die Costa del Sol von Málaga bis Marbella (die ich euch leider vorenthalten muss). Ich hätte gern einen Blick hineingeworfen, in die Gebetsstube. Ob sie wohl noch genutzt wird?  So standen wir davor, um die Aussicht zu genießen und uns zu fragen, ob wir wohl jemals wieder hierher kommen werden?
Mijas ist ein schönes Ausflugsziel, aber im Ortskern überlaufen. Nachdem wir die Touristen-attraktionen abgehakt, die Buros gestreichelt und den Flamencotänzerinnen  zugeschaut haben, sind wir weiter hoch im weißen Dorf am Berghang spaziert, dorthin wo die Touristen nicht gehen, dort wo die alten Leute vor ihren kleinen weißen Häuschen sitzen, uns ein freundliches "Hola" zurufen,
ich einen kleinen Einblick in die hübschen Vorräume mit bunten Fliesen und dunkelbraunen Holzmöbeln erhaschen kann. Das ist "mein Spanien".  Und ohne, dass es die Kinder bemerkten waren wir am Waldrand und drei Kurven weiter entlang an Lavendelsträuchern auf glitzernden Steinen dort wo wir Großen hinwollten. Uns zieht es auf den Berg, die Kinder an den Strand - Lieblingsorte.

Dieses Blick hegt in mir auch den Wunsch, mal wieder zu malen. Das hab ich schon lange nicht mehr gemacht. Vielleicht auf Holz, als Aufsteller. Nun, eine gewisse Inspiration für die nächste Zeit wird sicher auch vom Wetter kommen. Im Moment sieht es eher nach Pinsel als nach Gartenhäkel  aus.

Einen schönen Sonntag für euch, genießt euren Lieblingsort zuhause, eure Jana

Verlinkt mit Sunday Inspiration

Mittwoch, 17. Februar 2016

Türenpost

Türenpost oder Haus der 39 Türen,
aber dafür gibt es keine Garantie, denn ich verzähl mich andauernd.
Unglaublich. Ich dachte ja, dass es viele sind, aber so viele?
Da stellt sich die Frage, darf eine Familie über so viele Türen herrschen oder ist das vermessen.
Das sind pro Person 6,5 und das sind tatsächlich alle welche, durch die man gehen kann.
(Also keine Schranktüren!)
Nun gut, wir können das jetzt nicht ändern und wollen auch keine abgeben, dazu hätten wir noch welche im Keller ohne Wand, und sie hüten und schützen und erhalten. Anders geht es auch gar nicht, wir ihr gleich sehen werdet.
Ich hatte ja Ende letzten Jahres den Türenpost versprochen und jetzt gibt es kein Rauszögern mehr, denn es gibt ein tolles neues Blogprojekt Haustürdeko von Naddel (Verliebt in Zuhause) und Nicole (Niwibo). Im Februar dürfen wir den Istzustand zeigen und nun seht ihr unsere schöne, aber undekorierte und deshalb etwas traurige Haustür.


Okay, ich bin ja ehrlich. Aber ist doch war, wär's immer Sommer, bräuchte man nicht so viel dekorieren. Also in Andalusien, ... .
Also gut, der ungeschminkte Istzustand.



Ja, das kann man leider auch nicht verdekorieren. Da muss eine neue Treppe her. Und da Beton wahrscheinlich nicht so geeignet ist, sollte sie wieder wie original aus Sandstein ein. Mal sehen, ob das dieses Jahr wird, vorgenommen haben wir es uns, denn wir sind ja froh, dass es sie uns (und unsere Aktivitäten) überhaupt aushält und wollen das nicht überstrapazieren. Bis dahin könnte etwas Dekoration ablenken. Für die Geranientöpfen ist es leider noch zu früh und so muss ich meinen Kopf  etwas anstrengen oder mir Anregungen holen.

Nach der Haustür kommt diese Tür, die ihr ja schon kennt, die Tür um Türmchen.


Danach kommt Wohnungstür Nr. 1: von außen, mit Winterdeko (Zeitzeugen, nicht mehr in Benutzung ) und von innen.




Diese Tür wurde von uns restauriert, d.h. vollständig von den alten Farbschichten befreit, repariert,  neu gestrichen und vom Glaser  mit neuem Gläsern bestückt. Die Arbeit haben wir wirklich gern gemacht, weil der Anblick erst sehr traurig war: die Gläser waren angestrichen und gar nicht mehr als solche zu erkennen.
Jetzt sind wir im unteren Bereich, was bis in die neunziger die erste von drei Wohnungen war.
Jetzt haben wir hier Gäste - WC, Küche, Esszimmer, Schlafzimmer und Wohnzimmer.




Große Schiebetür vom Wohnzimmer zum jetzige Schlafzimmer
 (früher vielleicht Bibliothek?)

Doppeltür vom Esszimmer zur Veranda
(Bild vom letzten Sommer)

Jetzt geht's hoch in die zweite Etage, wie man schnell sieht, jetzt Kinderbereich.



Hier ist noch die alte Farbe drauf.
Und da gibt es auch noch so was.


Da war aber jemand glücklich, dass es endlich Aufkleber gab. Zum Glück ist das nur die Tür zum Abstellraum außerhalb des Wohnbereichs, war früher bestimmt Plumpsklo.

Weil wir grad beim Thema sind. Hier gab es wirklich mal besondere Bewohner, wie diese Türe zeigt.


Mein Sohn hat echt nicht schlecht geguckt, dass sein zukünftiges Zimmer mit zwei pinkfarbenen Türen bestückt war. Eine Tür hab ich abgeschliffen. Die zweite haben wir ausgebaut. Sie ist nur die Doppeltür der Durchgangstür zum Nebenzimmer. Er hat jetzt in dieser Nische eine Art Garderobe.
Ja ganz früher gab es echt zwischen den Zimmern noch doppelte Durchgangstüren. Die wurden aber bis auf die eine vor uns entfernt. Das waren eben Türenliebhaben und alle Türen im gleichen Stil mit den geschwungenen Rahmen (Ich nenn sie immer Teufelstüren) und mit denselben Klinken.


Ihr denkt jetzt habt ihr es geschafft? Nö, jetzt geht's auf den Boden.
Ich laufe hier täglich viele Treppen, kann getrost auf Sport verzichten.




Sogar hier gibt's Teufelstüren, mit etwas kleineren Hörnchen. Ihr merkt, ich bin auch schon ganz türverliebt. Deshalb zum Schluss ein abschreckendes Beispiel: eine Kellertür.


Und da hab ich die schon so geschrubbt. Glaubt ihr nicht? Ihr seid ja gemein.
Die 6 ist unsere Hausnummer - keine Ahnung, wer die innen an der Kellertür haben musste.
Vielleicht hatte der Sprayer auch ganz was anderes im Sinne, aber auf dem Holz bekommt man das nicht ab, da hilft nur streichen - vielleicht. Wir hätten eben den Partyraum nicht weißen sollen.

So ihr lieben, das waren nicht alle, aber viele davon und welche soll ich dekorieren?

Nein, es geht ja um die Haustür und die wird ja auch am meisten gesehen.
Ich hoffe, mir fällt bis zum März etwas ein. Immer her mit Ideen, aber es darf (fast) nichts kosten - wir sparen auf die Sandsteintreppe.

Ganz lieb, eure Jana

Verlinkt mit Haustürdeko bei Verliebt in Zuhause
und A New Life bei Rostrose
und Mittwochs mag ich bei Frollein Pfau

Sonntag, 14. Februar 2016

Abgetaucht


... waren wir für eine Woche in Andalusien:
kein Internet, kein Handy, kein deutsches Fernsehen.
Dafür Sonne satt und 20°C, Familienzeit, spanische Lebensfreude und Großstadtgetümmel in Malaga, stundenlange Strandspaziergänge und Muschelnsammeln, Wiedersehen mit dem schönen Nerja, Flamenco in Mijas und Tinto de Verano am Abend in einer ganz normalen spanischen Wohnung.
Inspiration? Si, claro, claro. Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.
Aber auch so hoffe ich, dass dieses Eintauchen in ein anderes Leben seine Spuren hinterlässt.
Die spanische Lebensfreude, das Leben draußen und miteinander begeistert mich immer wieder.
Wenigstens wollen wir versuchen, trotz Zeitknappheit wieder spanisch zu lernen, um das nächste Mal noch ein bisschen tiefer abtauchen zu können.

Eine schöne Woche für euch, eure Jana

Verlinkt mit Sunday Inspiration



Freitag, 5. Februar 2016

Alpenveilchen

Alpenveilchen sind für mich schon immer die Blumen des Winters.
Wir hatten im Umgebindehaus (zeig ich euch auch noch mal) zehn kleine Hechtfenster,
die alle mit Alpenveilchen bestückt waren, die liebevoll gepflegt wurden und den ganzen Winter lang blühten. Sie blühten so üppig, dass immer mal ein Blümchen in die Vase wandern konnte oder wir, wenn wir zum Geburtstag gingen, ein kleines Sträußchen binden konnten. Und natürlich habe ich, als Dezemberkind immer solch Sträußchen zum Kindergeburtstag bekommen.





Und nun mach ich das viele (na vielleicht so 30 ;)) Jahre später wieder so und stell mir aus unseren Töpfen zwei zum Friday-Flowerday ins Väschen, zusammen mit Anemonen aus dem großen Strauß von voriger Woche. Als Väschen dient ein mit Spitze veredeltes Gläschen.








Sind sie nicht anmutig diese Blüten?
Als Kind hat mich immer fasziniert, wie gut hier Blatt und Blüte zusammenpassen.
Wie ein Kissen oder eine Schälen können die Blätter die Blüten umschließen und halten.



Zusammen mit einem Buchsherzchen zum Valentinstag und einem kleinen aus Gips geformten Vögelchen bilden diese Freitagsblümchen die Februardekoration meines kleinen Shelfie-Schränkchens für die Aktion bei Kebo.








So, ihr Lieben. Ich wünsch euch ein schönes Wochenende mit Fasching oder ohne, auf jeden Fall mit freudigen Stunden, eure Jana

Ich danke euch so sehr für die vielen lieben Kommentare und Komplimente zum Waschtisch.
Hab mich wahnsinnig darüber gefreut. Ist schon schön, so eine Bestätigung zu bekommen.
Lieben Dank.